Die Frage, ob wir helfen, lässt sich für den Einsatzdienst mit einer feuerwehrinternen Statistik recht einfach beantworten: nach etwa zweieinhalb Minuten nach der Alarmierung ist das erste Fahrzeug aus unserem Fuhrpark vollständig besetzt bereits auf dem Weg zu Ihnen. Bedenkt man, dass die Kameraden von ihrer Arbeitsstelle oder zu Hause abrücken, sich umziehen und das Feuerwehrfahrzeug von der Strom-, und Druckluftversorgung nehmen müssen, ist das ein exzellenter Wert. Nach spätestens 15 Minuten müssen wir am Einsatzort angekommen sein, so die gesetzliche Vorgabe.
Darüber hinaus sind wir nicht nur im Einsatzfall tätig. Wir bilden in unserer Jugendabteilung, der Jugendfeuerwehr Echte, die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner von morgen aus. In der Grundschule findet die Brandschutzfrüherziehung statt, um so den richtigen Umgang mit Feuer oder im Brandfall möglichst früh zu schulen. Und auch in der Abteilung der Aktiven wird jeder Handgriff kontinuierlich geübt. Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie unter dem Menüpunkt "Was wir tun".
Ein Beispiel für einen Einsatz
Doch wie wirken hier die einzelnen Kräfte zusammen? Wir haben Ihnen nachfolgend einmal einen typischen Ablauf zusammengefasst.
Ein Autofahrer wird Zeuge eines Verkehrsunfalles auf der Autobahn 7. Personen sind verletzt und, laut erster Information, im Fahrzeug eingeklemmt. Der Ersthelfer sichert die Einsatzstelle ab, verschafft sich eine erste Übersicht über die Lage und wählt die Notrufnummer 112. Sollte er kein Handy dabei haben, so ist natürlich ebenso die Benutzung einer Notrufsäule möglich.
Der Anruf läuft direkt in der zuständigen Feuerwehr-Einsatzleitstelle in Northeim auf. Der Leitstellendisponent stellt alle erforderlichen Fragen, die für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und evtl. auch für die Polizei von Relevanz sind. Unterstützt wird er dabei softwareseitig vom Computersystem der Rettungsleitstelle. Dabei sind die fünf W-Fragen immer von entscheidender Bedeutung.
- Wo geschah es?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Welche Art von Verletzungen/Schäden liegen vor?
- Warten auf Rückfragen!
Diese Fragen sind von besonderer Relevanz, da hiermit entschieden wird, welche Rettungsmittel alarmiert werden. Sind ein, zwei oder mehr Rettungswagen von nöten? Oder gar ein Rettungshubschrauber? Die fünf W-Fragen beantworten dies und der Leitstellencomputer schlägt dem Disponenten die erforderlichen Kräfte vor.
Die Alarmierungen der Einsatzkräfte laufen automatisiert ab. In unserem Fall wird der Rettungsdienst mit Notarzt alarmiert, die Feuerwehr Echte und Kalefeld sowie der Rüstwagen der FTZ Bad Gandersheim mit schwerem Gerät (Schere und Spreizer), um die eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug befreien zu können. Des Weiteren die Autobahnpolizei aus Göttingen zur Vollsperrung der Autobahn. Insgesamt sind dies rund 40 Einsatzkräfte, die nun aus den unterschiedlichsten Bereichen zur Einsatzstelle eilen. Der Rettungsdienst von der Rettungswache Northeim oder Bad Gandersheim, der Notarzt von Station auf dem Krankenhaus, die Feuerwehrkameraden von ihrer Arbeitsstelle und von zu Hause und die Polizei von ihrem Standort aus.
Und nun? Alle Einsatzkräfte erreichen innerhalb der gesetzlichen Frist die Einsatzstelle und werden den Verunglückten schnell und professionell helfen. Je nach Einsatzart können sich die Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt ausrüsten und so noch schneller helfen. In unserem Beispiel ist es von großer Bedeutung, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Autobahn eine Rettungsgasse bilden, bevor die ersten Einsatzkräfte anrücken und diese auch kontinuierlich bestehen lassen. So helfen Sie uns, schneller zu helfen.
Und nach getaner Arbeit? Rücken wir wieder ein und rüsten die Fahrzeuge wieder neu auf. Wir bestücken Schläuche oder die Atemschutzgeräte, die uns von der Umluft unabhängig machen, neu. Reinigen Gerätschaften. Und sitzen in geselliger Runde zusammen und machen eine Einsatznachbesprechung. Je nach Art des Einsatzes kann diese auch in Kooperation mit der Notfallseelsorge stattfinden. Denn niemand ist gefühlskalt wie eine Maschine und Ängste haben ist menschlich.
Nun wissen Sie, wie ein Einsatz bei uns abläuft. Viele weitere Informationen finden Sie links im Menü.


