Tag zwei des Einsatz-Marathons in der Gemeinde Kalefeld: Seit dem Mittwochmorgen sind die Feuerwehren erneut damit beschäftigt, gegen die Fluten zu kämpfen. Die Pegel steigen weiter. „Noch haben wir es nicht überstanden“, sagt Sascha Haase von der Feuerwehr Kalefeld. Der Pegel sinkt seit dem Mittwochnachmittag endlich.

Haase koordiniert mit weiteren Kräften im Feuerwehrhaus Kalefeld die aufkommenden Einsätze im Alten Amt. Mit dabei im Krisenstab ist unter anderem auch Gemeindebürgermeister Jens Meyer. Mittlerweile ist keine der zehn Feuerwehren und einer Löschgruppe im Alten Amt mehr in ihrem Standort, alle sind im Einsatz.

 

Dutzende Sandsäcke wurden zum Sichern von Gebäuden eingesetzt, zahlreiche Keller sind vollgelaufen und Bäume stürzen um. In Oldenrode steht eine Scheune anderthalb Meter unter Wasser.

Freibad gerettet

Ein Einsatzschwerpunkt war das Freibad in Düderode. Das wurde durch die Fluten der Aue erfasst. Der Kampf der Kräfte vor Ort war erfolgreich, das Freibad konnte gerettet werden.

Mittlerweile sind mehrere Straßen in der gesamten Gemeinde gesperrt, die in Folge von Überflutungen nicht mehr befahren werden können, unter anderem in und bei Echte, Düderode und Willershausen.

Die Pegelmarken entlang der Brückenbauwerke der Aue war am Mittwochmorgen nicht mehr ablesbar. In der Nacht hatte es erneut 30 Liter pro Quadratmeter geregnet. Damit sind seit Montag 140 Liter Regen gefallen. Deshalb steigen jetzt auch in Kalefeld die Pegel deutlich. Häuser werden zunehmend überflutet und müssen gesichert werden.

DRK vor Ort

Das Deutsche Rote Kreuz, Bereitschaft Altes Amt, übernimmt die Verpflegung der Einsatzkräfte. Diese sind aktuell nahezu pausenlos im Einsatz.

Aktualisiert um 16.02 Uhr

Fotos: Feuerwehr