Mit der Umstellung der Uhren auf Sommerzeit bleibt es abends zwar länger hell, morgens ist es auf dem Weg zur Arbeit aber noch dunkler als zuvor. Das kann durch Wildwechsel für Autofahrer gefährlich werden, warnt der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC).

In der Dämmerung seien besonders viele Wildtiere unterwegs, womit das Risiko eines Unfalles steige, wie Oliver Reidegeld berichtet. Besonders kritisch seien Landstraßen durch Wälder und Gebiete mit dichtem Randbewuchs  auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen. Der Automobilclub empfiehlt deshalb, immer mit reduzierter Geschwindigkeit und vorausschauender Fahrweise unterwegs zu sein.

Zusätzlich solle ausreichend Abstand zum Vordermann eingehalten werden. Taucht dann Wild am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren. Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollten Autofahrer laut ADAC versuchen, die Tiere durch lautes Hupen von der Fahrbahn zu vertreiben. Fernlicht bewirke hingegen das Gegenteil, da das Wild durch das grelle Licht die Orientierung verliere und nicht weiterlaufe. „Wichtig: Unter keinen Umständen unkontrolliert ausweichen, um eine Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen oder Bäumen zu verhindern“, so Reidegeld.

Könne eine Kollision nicht mehr verhindert werden, muss laut Automobilclub das Lenkrad gut festgehalten und kräftig gebremst werden. Danach solle die Unfallstelle gesichert und die Polizei oder der Jagdpächter verständigt werden. Für die Versicherung sei eine Wildunfallbescheinigung zur Kostenübernahme besonders wichtig, die von Polizei oder Jäger ausgestellt wird.

Schwerpunkte für Wildunfälle im Kreis Northeim sind laut Polizei:

  • das Bürgerholz an der Bundesstraße 241,
  • die Kreisstraße zwischen
  • Sudheim und Suterode,
  • das Rodetal bei Nörten-Hardenberg,
  • die Straße zwischen Hohnstedt und Ahlshausen und
  • die B 497 zwischen Schönhagen und Neuhaus.