Wegen des Gefahrgut-Unfalls auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Seesen und Echte in Fahrtrichtung Süden war die Autobahn mehr als zehn Stunden gesperrt. Seit etwa 14 Uhr ist die A7 wieder frei. Gegen 0.45 Uhr in der Nacht zu Mittwoch war dort auf der A7 ein Lastwagen mit Stückgutanhänger, beladen mit Farben und Lösungsmitteln, verunglückt.

„Diese Gefahrstoffe haben letztlich den Einsatz der Umweltfeuerwehr ausgelöst“, sagt Lennart Lohrenz, stellvertretender Zugführer des dritten Zuges der Umweltfeuerwehr, im Interview mit RadioHNA. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Göttingen vom Vormittag kam der 42-jährige Fahrer des Transporters vermutlich aufgrund von Unaufmerksamkeit mit seinem Lkw nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet auf den unbefestigten Teil neben dem Standstreifen. Beim Versuch gegenzulenken, schleuderte die Zugmaschine zurück auf die Fahrbahn und blieb dann quer zur Fahrtrichtung stehen. Der Anhänger schleuderte in den Straßengraben und kippte auf die Seite. Dabei fielen Farben und Lösungsmittel in den Graben.

Die 42 Jahre alte Mitfahrerin des Lkw-Fahrers, die zu diesem Zeitpunkt in der Schlafkoje lag, wurde in das Führerhaus geschleudert und schwer verletzt.

An der Unfallstelle waren die Freiwillige Feuerwehr Gandersheim und die Gefahrguteinheit der Umweltfeuerwehr Northeim im Einsatz, außerdem ein Experte der Unteren Wasserbehörde Northeim. Der entstandene Gesamtschaden wird zurzeit auf rund 150.000 Euro geschätzt.